Anzeichen einer Liquiditätskrise

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In der Liquiditätskrise besteht die drohende oder akute Gefahr der Zahlungsunfähigkeit. Der Übergang von der Ertragskrise zur Liquiditätskrise vollzieht sich oft ziemlich schnell und führt mit zunehmender Beschleunigung zur Insolvenz. Ganz wesentlich ist nicht nur, dass man die Liquiditätskrise erkennt sondern auch wann man sie erkennt und mit Gegensteuerungsmaßnahmen beginnt. Viel zu oft werden Anzeichen ignoriert, bagatellisiert oder mit unzureichenden Mitteln bekämpft.


Anzeichen einer Liquiditätskrise können sein:

  • Kreditlinien sind nahezu vollständig ausgeschöpft. Die Banken werden unruhig, weil sie die Bedrohung erkennen.
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen steigen an. Zahlungen werden immer weiter geschoben und Skonti nicht ausgenutzt.
  • Cash Flow wird negativ, der Cash-Bestand sinkt.
  • Die Lieferanten liefern nur mehr gegen Barzahlung. Oft ist dieses Maßnahme beeinflusst, durch die Kürzung oder den Wegfall von Limits durch Kreditversicherungen bei Lieferanten.
  • Löhne und Gehälter werden verspätet oder gar nicht ausbezahlt. Dadurch entsteht Unruhe und Unsicherheit bei den Mitarbeitern.
  • Mahnungen werden häufiger, bezahlt wird nur wer "am lautesten Schreit".
  • Bankverbindungen werden gewechselt.
  • Die Öffentlichkeit wird auf die Krise des Unternehmens aufmerksam.
  • Kunden springen endgültig ab, weil das Vertrauen in den Lieferanten nicht mehr gegeben ist und man befürchtet bestellte Lieferungen oder Leistungen nicht mehr zu erhalten.
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