Portfolio-, Kosten- und Finanzierungsoptimierung
Aus LAP:Lexikon
Portfolio-Optimierung
Welche Leistungen bzw. Produkte können für welche Kundengruppen in welchen Geschäftsbereichen mit vernünftigem Ertrag erbracht werden? Die Beantwortung dieser Fragen führt zwangsläufig zu folgenden Aspekten:
- Überdenken der Preispolitik
- Neustrukturierung des Vertriebs
- Optimierung der Kundenstruktur
- Überarbeitung des Sortiments
Bei der Anaylse sollte in jedem Fall unterstützend eine vertrauenswürdige Kosten- bzw. Deckungsbeitragsrechnung verwendet werden, wobei die Entwicklung des Umsatzes bzw. der Produktlebenszyklus nicht übersehen werden darf.
Kostenoptimierung
Mit welcher Kostenstruktur erbringt das Unternehmen seine Leistungen und wo gibt es Einsparungs- und damit Ertragssteigerungspotenziale? Dafür werden sämtliche wesentlichen Aufwandspositionen kritisch durchleuchtet und auf ihr Verbesserungspotenzial hin untersucht. Beispiele für Ansatzpunkte sind:
- Senkung und/oder Variabilisierung der Personalkosten z.B. Streichen von Zulagen, Einführung einer leistungsbezogenen Vergütung
- Optimierung des Einkaufs (z.B. Gründen von Einkaufsgemeinschaften, Lieferantenwechsel,...)
- Analyse von Fremdleistungen (Intensivierung oder Abbau)
- Streichung unnotwendiger Kostenpositionen
- Effizienzsteigerung in der Lagerhaltung
Finanzierungsoptimierung
Der letzte der drei Bereiche ist die Optimierung der vorhandenen Finanzierung. Dafür werden das Debitorenmanagement, das Kreditorenmanagement und das Finanzierungsmanagement analysiert.
- Debitorenmanagement: Überprüfung der gewährten Konditionen und Zahlungsziele und des Mahnwesens
- Kreditorenmanagement: Verhandlung der Konditionen, Optimierung des Zahlungsmanagements (z.B. Ausnutzung von Skontofristen)
- Finanzierungsmanagement: Überprüfung von Kreditkonditionen, Nutzung von öffentlichen Fördermitteln, Umstellung auf moderen Finanzierungsinstrumente (z.B. Sale-and-lease-back, Factoring); Basis dieser Überlegungen muss eine vertrauenswürdige Liquiditäts- und Finanzplanung sein.
